Bezirksverband der KAB Main-Rodgau

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Stand vom 09.05..2009

Bezirkssekretariat:
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main
Tel.: 069 / 83 91 81
E_Mail: irmgard.a.braun@gmx.de

Alois.Kunz.M@t-online.de

                                                            
















Guido Maria Braun
* 04.04.1948  + 07.04.2009

Trauerrede von Manfred Gutberlet, KAB-Vorsitzender von Steinheim, im Auferstehungsgottesdienst am 21. April 2009

Liebe Irmgard und  Dominique,

liebe Liane, verehrte Familie und Freunde der KAB, liebe Trauergäste,

ich spreche im Namen der KAB, wenn ich an dieser Stelle den Schmerz zum Ausdruck bringe, den in uns der plötzliche Tod von Guido verursacht, dessen Qualität, eine besondere Qualität, bestehend aus hohem Verantwortungsbewusstsein, herzensguter Menschlichkeit, umfassende Uneigennützigkeit, großer Geduld und überproportionale Hingabe für das Wohl der sozialen Gemeinschaft gerade der KAB, jeder kannte und stets wahrnahm. Es fällt mir schwer die persönlich innere Bewegtheit in Anbetracht des plötzlichen und unerwarteten Ereignisses sowie den Versuch zu verstehen in angemessene Worte zu fassen.  

Ich spreche im Namen der KAB, dessen Mitglied Guido nunmehr im vierten Jahrzehnt (KAB seit 01.12.1975) war, wenn ich angesichts seiner Urne sage, dass unsere Bewegung mit ihm einen seiner besten Leistungsträger und Diener verloren hat, und dass wir uns dessen unter der Schockwirkung des Ereignisses bewusst werden, in dem sich Größe und Verzweiflung miteinander vermischen:   die Größe desjenigen, der das Leben selbstbewusst und überaus sozial engagiert wählte und gestaltete, und die Verzweiflung desjenigen, der unter den Herausforderungen des Lebens leidete, da er nur schwierig eine Balance zwischen Körper und Geist finden konnte.

Ich spreche ganz besonders im Namen des Vorstandes, dem er bis heute 14 Jahre als Vorsitzender, darüber hinaus als stellvertretender Vorsitzender und Bildungsbeauftragter angehörte, wenn ich sage, daß er durch sein besonderes Engagement bei allen im Verein überaus beliebt und geschätzt war und wir um einen redlichen und guten Menschen trauern. Ich persönlich habe Guido 1993 kennen gelernt und in der Folgezeit gemeinsam Herausforderungen vielfältigster Art  bewältigt. Es war stets angenehm mit ihm zu arbeiten und verantwortungsvolle Ergebnisse zu finden. Mit kreativen Vorschlägen zur Vereins- und Verbandsarbeit auf Bezirks- und Diözesanebene und konkretem Handeln durch Arbeit und Leistung hat er sich einfach nie zurückgehalten.

Ob es nun:

-         Die Arbeit des Vorsitzenden, stellvertretenden Vorsitzenden, Referent oder auch Bildungsbeauftragten der KAB Steinheim war, Guido war aktiv sowie kreativ und konnte stets begeistern,

-         Die Aufgabe und Herausforderung des Verantwortlichen für Werbung im Vorstand des Bezirks Main-Rodgau war, Guido war zuverlässig zur Stelle,

-         Die Aufgabe und Arbeit des stellvertretenden Diözesanvorsitzenden oder gefragter Referent für verschiedene Themen beim Katholischen Bildungswerk und der KAB-Verantwortliche im Kirchenrat war, Guido war engagiert und stets aktiv sowie beratend und empfehlend dabei,

-         die Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Studienfahrten nach Südfrankreich, Baltikum, Irland oder Süd-Kroatien war, oder die Themenauswahl und Organisation der jährlichen Adventswochenenden der KAB Steinheim in Fränkisch-Crumnbach und Reichelsheim-Erzbach, Guido hat dies mit möglich gemacht und die Fähigkeit anderen Freude zu machen,

-         um den Ausgleich unterschiedlicher teilweise gegensätzlicher Interessen und Meinungen auf Orts-, Bezirks- oder Diözesanebene ging oder die Idee für die Unterstützung von sozialen Projekten hier in der Nähe oder auch in der Ferne, Guido wirkte stets menschlich ausgleichend, unermüdlich und hat Gemeinschaft konsequent gefördert.

Im April 1998 hat Guido in Anerkennung seines Engagements für viele Belange der KAB die Medaille „Dank und Anerkennung“ des Bistums Mainz erhalten.

Die umfassende Verantwortung und das Handeln für alles das und weitere Lebensverantwortung, und ich erhebe hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit, hat er nun in andere Hände gelegt um inneren Frieden beim Schöpfer zu finden. Dies stellt für uns eine sehr überraschende neue Herausforderung dar der wir gerecht werden wollen und müssen. Veränderung ist somit für uns unausweichlich, die entstandene Lücke im Verein wird äußerst schwer zu schließen sein.

Der Versuch zu verstehen beschäftigt uns sehr mit uns selbst, wir sind aber auch bei Dir, liebe Irmgard, und bei Deiner Tochter Dominique mit dem herzzerreißenden unwohlen Gefühl, Dich lediglich auf dem Weg der neuen und vermehrten Verantwortung begleiten zu können, der jetzt zurückzulegen ist. Ein Zeichen, ein Blick, eine bestimmte Art des Schweigens, und nachzudenken oder zu beten, die Pflege der Erinnerung und die Ehre, Deine KAB-Freunde zu sein, das ist alles, was wir haben, um Dir dabei zu helfen, die schwer erträgliche nicht zu begreifende Abwesenheit des von uns Gegangenen zu bewältigen.

Hier muß ich an die letzten Worte des großen Gelehrten Jacques Monod denken, die jeder in seinem Inneren wiederholen möge:

„Ich versuche einfach zu verstehen“.

Herr lass Guido Braun ruhen in Frieden.

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