|

Guido Maria Braun
* 04.04.1948 + 07.04.2009
|
Trauerrede von Manfred Gutberlet,
KAB-Vorsitzender von Steinheim, im Auferstehungsgottesdienst am 21.
April 2009
Liebe Irmgard und
Dominique,
liebe Liane, verehrte
Familie und Freunde der KAB, liebe Trauergäste,
ich spreche im Namen
der KAB, wenn ich an dieser Stelle den Schmerz zum Ausdruck bringe, den in
uns der plötzliche Tod von Guido verursacht, dessen Qualität, eine
besondere Qualität, bestehend aus hohem Verantwortungsbewusstsein,
herzensguter Menschlichkeit, umfassende Uneigennützigkeit, großer Geduld
und überproportionale Hingabe für das Wohl der sozialen Gemeinschaft
gerade der KAB, jeder kannte und stets wahrnahm. Es fällt mir schwer die
persönlich innere Bewegtheit in Anbetracht des plötzlichen und
unerwarteten Ereignisses sowie den Versuch
zu verstehen in angemessene Worte zu fassen.
|
Ich
spreche im Namen der KAB, dessen Mitglied Guido nunmehr im vierten
Jahrzehnt (KAB seit 01.12.1975) war, wenn ich angesichts seiner Urne sage,
dass unsere Bewegung mit ihm einen seiner besten Leistungsträger und
Diener verloren hat, und dass wir uns dessen unter der Schockwirkung des
Ereignisses bewusst werden, in dem sich Größe und Verzweiflung
miteinander vermischen: die
Größe desjenigen, der das Leben selbstbewusst und überaus sozial
engagiert wählte und gestaltete, und die Verzweiflung desjenigen, der
unter den Herausforderungen des Lebens leidete, da er nur schwierig eine
Balance zwischen Körper und Geist finden konnte.
Ich
spreche ganz besonders im Namen des Vorstandes, dem er bis heute 14 Jahre
als Vorsitzender, darüber hinaus als stellvertretender Vorsitzender und
Bildungsbeauftragter angehörte, wenn ich sage, daß er durch sein
besonderes Engagement bei allen im Verein überaus beliebt und geschätzt
war und wir um einen redlichen und guten Menschen trauern. Ich persönlich
habe Guido 1993 kennen gelernt und in der Folgezeit gemeinsam
Herausforderungen vielfältigster Art
bewältigt. Es war stets angenehm mit ihm zu arbeiten und
verantwortungsvolle Ergebnisse zu finden. Mit kreativen Vorschlägen zur
Vereins- und Verbandsarbeit auf Bezirks- und Diözesanebene und konkretem
Handeln durch Arbeit und Leistung hat er sich einfach nie
zurückgehalten.
Ob es nun:
-
Die Arbeit des Vorsitzenden, stellvertretenden Vorsitzenden,
Referent oder auch Bildungsbeauftragten der KAB Steinheim war, Guido
war aktiv sowie kreativ und konnte stets begeistern,
-
Die Aufgabe und Herausforderung des Verantwortlichen für Werbung
im Vorstand des Bezirks Main-Rodgau war, Guido war
zuverlässig zur Stelle,
-
Die Aufgabe und Arbeit des stellvertretenden Diözesanvorsitzenden
oder gefragter Referent für verschiedene Themen beim Katholischen
Bildungswerk und der KAB-Verantwortliche im Kirchenrat war, Guido
war engagiert und stets aktiv sowie beratend und empfehlend dabei,
-
die Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Studienfahrten
nach Südfrankreich, Baltikum, Irland oder Süd-Kroatien war, oder die
Themenauswahl und Organisation der jährlichen Adventswochenenden der KAB
Steinheim in Fränkisch-Crumnbach und Reichelsheim-Erzbach, Guido
hat dies mit möglich gemacht und die Fähigkeit anderen Freude zu machen,
-
um den Ausgleich unterschiedlicher teilweise gegensätzlicher
Interessen und Meinungen auf Orts-, Bezirks- oder Diözesanebene ging oder
die Idee für die Unterstützung von sozialen Projekten hier in der Nähe
oder auch in der Ferne, Guido wirkte stets
menschlich ausgleichend, unermüdlich und hat Gemeinschaft konsequent gefördert.
Im
April 1998 hat Guido in Anerkennung seines Engagements für viele Belange
der KAB die Medaille „Dank und Anerkennung“ des Bistums Mainz
erhalten.
Die
umfassende Verantwortung und das Handeln für alles das und weitere
Lebensverantwortung, und ich erhebe hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
hat er nun in andere Hände gelegt um inneren Frieden beim Schöpfer zu
finden. Dies stellt für uns eine sehr überraschende neue Herausforderung
dar der wir gerecht werden wollen und müssen. Veränderung ist somit für
uns unausweichlich, die entstandene Lücke im Verein wird äußerst schwer
zu schließen sein.
Der
Versuch zu verstehen beschäftigt uns sehr mit uns selbst, wir sind aber
auch bei Dir, liebe Irmgard, und bei Deiner Tochter Dominique mit dem
herzzerreißenden unwohlen Gefühl, Dich lediglich auf dem Weg der neuen
und vermehrten Verantwortung begleiten zu können, der jetzt zurückzulegen
ist. Ein Zeichen, ein Blick, eine bestimmte Art des Schweigens, und
nachzudenken oder zu beten, die Pflege der Erinnerung und die Ehre, Deine
KAB-Freunde zu sein, das ist alles, was wir haben, um Dir dabei zu helfen,
die schwer erträgliche nicht zu begreifende Abwesenheit des von uns
Gegangenen zu bewältigen.
Hier
muß ich an die letzten Worte des großen Gelehrten Jacques Monod denken,
die jeder in seinem Inneren wiederholen möge:
„Ich
versuche einfach zu verstehen“.
Herr
lass Guido Braun ruhen in Frieden.
|