Bezirksverband der KAB Main-Rodgau

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Stand vom 20.08.2008

Bezirkssekretariat:
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main
Tel.: 069 / 83 91 81
E_Mail: irmgard.a.braun@gmx.de

Alois.Kunz.M@t-online.de

                                                            

Wallfahrt der KAB zur Liebfrauenheide 

der KAB - Bezirk Main-Rodgau

    am 20. Juli 2008

Auf dem traditionellen Boden der Liebfrauenheide, auf dem Bischöfe und Pfarrer in Predigten soziale Missstände thematisiert hatten, fand am Sonntag, 20. Juli, zu früher Stunde wieder die Wallfahrt der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung (KAB), Bezirksverband Main-Rodgau, statt. Bezirkspräses Dekan Dieter Bockholt (Hainstadt) zelebrierte die Hl. Messe, zu der über 130 Menschen gekommen waren. Über 700 Euro spendeten die Teilnehmer für das INAGRO–Schulprojekt in Columbien, das von Dr. Hilde Kemmerer (Steinheim) betreut wird.

 

Dekan Dieter Bockholt sprach in seiner Ansprache das Gleichnis vom ausgesäten Weizen und dem vom Bösen in der Nacht ausgesäten, prächtig wachsenden Unkraut an. Er bezog sich auf die Predigt von Bischof Wilhelm Emmanuel v. Ketteler, der an dieser Stelle besonders die sozialen Mißstände seiner Zeit, der Mitte des 19. Jahrhunderts, ansprach. Auch jetzt, im 21. Jahrhundert, sind soziale Ungerechtigkeiten genau so deutlich wie zu Zeiten von Ketteler. Viele machen sich um die wirtschaftliche Situation ihres Betriebes und um ihren Arbeitsplatz Sorgen. In unserer Gesellschaft wächst auch viel Unkraut, so Präses Bockholt. Die Schere von Arm und Reich geht auseinander. Die Alleinerziehenden leiden oft unter dem wirtschaftlichem Druck der steigenden Preise für Energie und Lebenshaltungskosten.

 

Dr. Hilde Kemmerer stellte vor dem Wallfahrtsgottesdienst Ihr INAGRO-Projekt, die Förderung einer Landwirtschaftlich – Technische Schule in Montevilla in Columbien, vor. Dieses ist auch vom Päpstlichen Missionswerk für Kinder in Aachen als Partnerschaftsprojekt anerkannt. Dort können über 500 Kinder, aus 25 Gemeinden lernen. So sollen sie nicht Opfer der Guerilla oder illegaler paramilitätischer Gruppen des Kokaingeschäftes, der Prostitution oder des Menschenhandelns werden. Die Schulausbildung erfolgt von der 6. bis 11. Klasse. Ebenso wird dort auch eine Berufsausbildung zum Schreiner, Schweißer, Bäcker, Landwirt und zur Schneiderin durchgeführt.

 

Bezirksvorsitzende Irmgard A. Braun überreicht Frau Dr. Hilde Kemmerer die Kollekte von 717,23 Euro für dieses Schulprojekt in Columbien.  

 

Alois Kunz