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Auf
dem traditionellen Boden der Liebfrauenheide, auf dem Bischöfe und
Pfarrer in Predigten soziale Missstände thematisiert hatten, fand am
Sonntag, 20. Juli, zu früher Stunde wieder die Wallfahrt der Katholischen
Arbeitnehmer- Bewegung (KAB), Bezirksverband Main-Rodgau, statt. Bezirkspräses
Dekan Dieter Bockholt (Hainstadt) zelebrierte die Hl. Messe, zu der über
130 Menschen gekommen waren. Über 700 Euro spendeten die Teilnehmer für
das INAGRO–Schulprojekt in Columbien, das von Dr. Hilde Kemmerer
(Steinheim) betreut wird.
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Dekan Dieter Bockholt
sprach in seiner Ansprache das Gleichnis vom ausgesäten Weizen und dem
vom Bösen in der Nacht ausgesäten, prächtig wachsenden Unkraut an. Er
bezog sich auf die Predigt von Bischof Wilhelm Emmanuel v. Ketteler, der
an dieser Stelle besonders die sozialen Mißstände seiner Zeit, der Mitte
des 19. Jahrhunderts, ansprach. Auch jetzt, im 21. Jahrhundert, sind
soziale Ungerechtigkeiten genau so deutlich wie zu Zeiten von Ketteler.
Viele machen sich um die wirtschaftliche Situation ihres Betriebes und um
ihren Arbeitsplatz Sorgen. In unserer Gesellschaft wächst auch viel
Unkraut, so Präses Bockholt. Die Schere von Arm und Reich geht
auseinander. Die Alleinerziehenden leiden oft unter dem wirtschaftlichem
Druck der steigenden Preise für Energie und Lebenshaltungskosten.
Dr.
Hilde Kemmerer stellte vor dem Wallfahrtsgottesdienst Ihr INAGRO-Projekt,
die Förderung einer Landwirtschaftlich – Technische Schule in
Montevilla in Columbien, vor. Dieses ist auch vom Päpstlichen
Missionswerk für Kinder in Aachen als Partnerschaftsprojekt anerkannt.
Dort können über 500 Kinder, aus 25 Gemeinden lernen. So sollen sie
nicht Opfer der Guerilla oder illegaler paramilitätischer Gruppen des
Kokaingeschäftes, der Prostitution oder des Menschenhandelns werden. Die
Schulausbildung erfolgt von der 6. bis 11. Klasse. Ebenso wird dort auch
eine Berufsausbildung zum Schreiner, Schweißer, Bäcker, Landwirt und zur
Schneiderin durchgeführt.
Bezirksvorsitzende
Irmgard A. Braun überreicht Frau Dr. Hilde Kemmerer die Kollekte von
717,23 Euro für dieses Schulprojekt in Columbien.
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Alois Kunz
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