Bezirksverband der KAB Main-Rodgau

Was ist KAB       Was macht KAB        Unser Gebet        Bewerbungstips

 

 

 

  klicken Sie weiter auf:

  Zeitung

  Linkseite

  Programm

  Vereine

  Sozialberatung

  Kontakt

  Mitglied 
   werden

  Hauptseite

Stand vom 03.10.2008

Bezirkssekretariat:
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main
Tel.: 069 / 83 91 81
E_Mail: irmgard.a.braun@gmx.de

Alois.Kunz.M@t-online.de

                                                            


Ferdinand Puhe

Die Bankenkrise und der „kleine Mann“

Gedanken eines KAB’lers

Ein großes Erdbeben geht durch die internationale Bankenwelt. Eine Finanzkrise größten, bisher nicht vorstellbaren Ausmaßes bewegt nicht nur Bankleute und Börsianer sondern auch Politiker und interessierte Bürger. Spekulanten und Großkapitalisten bangen um ihre Geldanlagen, ihre Bankeinlagen. Leider könnten aber auch die sogenannten „kleinen Leute“ betroffen sein, jedenfalls soweit sie etwas Gespartes in Kreditinstituten liegen haben. Auch Immobilienwerte können unter Entwertungen leiden. Zunächst sind die Konten der Kleinanleger durch entsprechende Sicherungssysteme in Deutschland aber geschützt. Panik ist nicht angebracht. Was passiert aber, wenn das internationale Bankensystem nicht zur Ruhe kommt, weitere Hypothekenbanken umkippen?

Hier versucht nun die US-Regierung durch Milliardenschwere Finanzspritzen gegenzusteuern. Auch die deutsche Bundesregierung will (zunächst) 70 Milliarden zur Stützung eines größeren, wichtigen Instituts einsetzen, mehr als alle Hartz-IV-Empfänger zusammen in einem Jahr erhalten. Das soll einerseits einem weiteren Erdrutsch vorbeugen, andererseits vor allem dem Kleinanleger Sicherheit bieten. Auch geht es dabei um die Geldwertstabilität in unserem Land wie in ganz Europa.

Nun taucht die Frage auf, inwieweit ein Staat Steuergelder für solche Zwecke einsetzen sollte, einsetzen darf. Tatsache ist jedenfalls, dass die Gewinne der heute notleidenden Kreditinstitute privatisiert wurden, d. h. Einzelpersonen oder privaten Gesellschaften zu gute kamen. Jetzt aber soll für die Verluste die Allgemeinheit, der Steuerzahler eintreten! Ist das gerecht? Das wohl kaum, aber es geht eben auch um die Kosten-Nutzen-Abwägung für die gesamte Volkswirtschaft.

Eine weitere Gerechtigkeitsfrage stellt sich: Was geschieht mit den verantwortlichen Managern, die diese Krise, diese Riesenverluste zu verantworten haben? Einige wurden bereits entlassen. Mit dem bekannten „goldenen Handschlag“, d. h. riesigen Abfindungen? Das wäre für den Bürger unverständlich und nicht vermittelbar! Was ist mit den untergeordneten Mitarbeitern, die nur auf Weisung als Handlanger gedient haben? Die wird man wohl als Erste entlassen, fristlos und ohne Abfindung – und möglichst geräuschlos.

Allzu viele Fragen bleiben bei diesem Finanzspektakel offen!

Ferdinand Puhe

03.10.08