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klicken Sie weiter auf: Mitglied Stand vom 19.05..2009 Bezirkssekretariat: |
Nachrichten aus der Offenbacher Kante
Unter dem Titel „Viele Risse quer
durchs Land“ berichtete der Wiesbadener Kurier über den „Armutsatlas“,
den der Paritätische Wohlfahrtsverband in diesen Tagen veröffentlichte. Die
Formulierung des Zeitungsbeitrags bringt zum Ausdruck, dass die Armutsquote ein
deutliches Süd-Nord-Gefälle hat, also von Bundesland zu Bundesland
unterschiedlich ist. Im Osten allerdings ist die Armut generell stärker
gewachsen als im Westen. Als Armutsgrenze betrachtet der
Statistiker einen Betrag, der unterhalb von 60 Prozent des
Durchschnittseinkommens liegt. Das sind im Jahre 2006, auf dem die Statistik
basiert, für einen Single 764 Euro, für ein Paar mit zwei Kindern 1835 Euro
und für eine Alleinerziehende mit einem Kind 994 Euro. Im Lichte der hohen und
ständig steigenden Lebenshaltungskosten sind das wahrlich beängstigende Beträge,
mit denen betroffene Mitbürger auf dem Lande vermutlich leichter auskommen als
in der Stadt. Das große Risiko, in diese Statistik-Kategorie zu geraten liegt
einmal in der Arbeitslosigkeit, dann in Niedriglohnbereichen und in Familien mit
mehreren Kindern. Der letztgenannte Tatbestand dürfte in einem so reichen Land
niemals ein Grund für Armut sein! Ein weiterer „Riss, der quer durch das
Land“ geht und der ebenso schwer wiegt, ist die Tatsache, dass die Schere
zwischen Arm und Reich immer größer wird. Das heißt nichts anderes als dass
die Armen immer ärmer werden (und ihre Zahl zunimmt!) und die Reichen immer
reicher werden (ihre Zahl nimmt leicht zu). Beide genannten Risse basieren auf
einem enormen Verlust an Gerechtigkeit. Die Einkommensverteilung ist nicht
ausgewogen. Die Arbeitnehmerschaft wird nicht angemessen am Unternehmensertrag
beteiligt. Die Politik und die Gewerkschaften sind
gefordert, gerechtere Regelungen durchzusetzen. Dabei könnte das Grundeinkommen
ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Die Hartz-IV-Beträge müssen
ständig aktualisiert werden. Die Kinderzuschläge müssen angehoben werden. Ferdinand Puhe 19.05.09 |