Bezirksverband der KAB Main-Rodgau

Was ist KAB       Was macht KAB        Unser Gebet        Bewerbungstips

 

 

 

  klicken Sie weiter auf:

  Zeitung

  Linkseite

  Programm

  Vereine

  Sozialberatung

  Kontakt

  Mitglied 
   werden

  Hauptseite

Stand vom 25.04..2009

Bezirkssekretariat:
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main
Tel.: 069 / 83 91 81
E_Mail: irmgard.a.braun@gmx.de

Alois.Kunz.M@t-online.de

 


Ferdinand Puhe

 

Gleiche Arbeit – ungleicher Lohn

Frauen verdienen ein Viertel weniger als Männer

Gleiche Arbeit – ungleicher Lohn

Frauen verdienen ein Viertel weniger als Männer

Gedanken eines KAB’lers

Alle wissen, dass berufstätige Frauen und Männer in Ostdeutschland deutlich weniger verdienen als im Westen der Bundesrepublik. Das sollte inzwischen überholt und längst geändert sein. Was uns aber in der KAB seit Jahrzehnten bewegt ist die Tatsache der Ungleichbehandlung von Frauen in Handel, Industrie und Handwerk. Nach einer neueren Untersuchung des EU-Sozialkommissars verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 23 Prozent weniger als die Männer. Der EU-Durchschnitt liegt bei einem Minus von 15 Prozent. Deutschland liegt mit seinem schlechten Wert auf einem der hintersten Plätze, nur noch gefolgt von Slowakei, Zypern und Estland.

In konkreten Zahlen sieht es in Gesamt-Deutschland so aus: Der  Bruttostundenverdienst der Männer liegt bei 18,44 Euro, der Frauen bei 14,20 Euro. In Ostdeutschland verdient ein Mann 13,16 Euro, die Frau 12,39 Euro. Hier ist die Differenz deutlich geringer als in Westdeutschland.

Als Grund für die Differenz wird von Fachleuten vor allem angeführt, dass Frauen häufig in Teilzeitarbeit (jede dritte Frau arbeitet Teilzeit!) beschäftigt seien und die werde schlechter bezahlt als Vollzeitstellen. Frauen sind allerdings oft deswegen auf Teilzeitarbeit verwiesen, da sie über weniger Zeit als Männer verfügen, den sie müssen sich um die Betreuung von Kindern oder Angehörigen kümmern. Weiterhin seien die Stundenlöhne in typischen Frauenberufen besonders niedrig. Gut bezahlte Jobs, z. B. in der Luftfahrt oder in Führungspositionen, seinen mehrheitlich in Männerhand – und in diesem letzteren Tatbestand ist dann Deutschland wohl bei den Spitzenreitern. Allgemeinen Beobachtungen zufolge kann in fast allen Branchen festgestellt werden, dass bei gleicher Arbeit nicht gleicher Lohn auch an die Frauen ausgezahlt wird.

Es liegt auf der Hand, dass die Unterbezahlung der Frauen – aus welchen Gründen auch dies der Fall ist – im Rentenalter zu einer deutlichen Unterversorgung führt. Oft liegt diese dann unterhalb der Armutsgrenze. Besonders eklatant wird sich das zunehmend in Ostdeutschland auswirken.

Als Konsequenz bleibt es bei den bisher schon erhobenen, aber noch nicht umgesetzten Forderungen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Gleichbehandlung von Frauen in der beruflichen Förderung und im beruflichen Aufstieg, Ungleichbehandlung sollte unter Strafe gestellt werden, Schaffung von familiengerechten Arbeitsplätzen, Bereitstellung von kostenfreien (oder zumindest: bezahlbaren) Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss gesichert sein.

Ferdinand Puhe

24.04.09