|
|
|
klicken Sie weiter auf: Mitglied Stand vom 09.09..2009 Bezirkssekretariat: |
Nachrichten aus der Offenbacher Kante
Gedanken eines KAB’lers
Nun tönen sie wieder, die
Wahlkämpfer und ihre Helfer. Es wird viel versprochen, auch solches, was mit
Sicherheit nicht zu halten ist. Aber es ist halt vor der Wahl! Arbeitnehmer, Familien,
Alleinerziehende und Arbeitslose haben allerdings durchaus Vorstellungen von
einer Politik, die ihren Anliegen gerecht wird. Und da ist noch viel zu tun! Seltsamerweise tauchen
gerade in den Wochen vor der Wahl von Arbeitgeberseite wieder Forderungen auf,
die nun gar nicht mit den Zielen und Wünschen der Arbeitnehmer übereinstimmen.
Wieder wird eine angebliche Notwendigkeit von Arbeitszeit-Verlängerungen
beschworen. Wo bleibt da die Möglichkeit zur Schaffung neuer Arbeitsplätze?
Der von den Gewerkschaften mühsam erkämpfte Kündigungsschutz soll wieder
aufgeweicht werden. Sollen die Arbeitnehmer zur willkürlichen Verschiebemasse
degradiert werden und ständig um ihre Arbeitsstelle zittern müssen? Und dann der gesetzlich und
tarifvertraglich geregelte Mindestlohn! Deutschland hinkt mit dem Erreichten
noch weit hinter den europäischen Industrienationen hinterher. Die zum Teil in
den verschiedenen Gewerben gezahlten tatsächlichen Löhne entsprechen oft nicht
der vom Mitarbeiter zu erbringenden Arbeitsleistung. Zu den bereits
beschlossenen Mindestlöhnen in der Baubranche, bei den Gebäudereinigern und
den Postdiensten sollen nun Regelungen für Bergbauspezialarbeiter, Beschäftigte
in Wäschereien und in der Abfallwirtschaft hinzu kommen. Aber viele Branchen
fehlen noch. Während die
Unternehmensgewinne ständig gestiegen sind gingen die Arbeitnehmer leer aus.
Betrug der Anstieg der realen Nettolöhne von 1970 bis 1980 noch zarte 2,9
Prozent und in den Jahren von 1991 bis 2000 noch gerade 0,9 Prozent, so ergab
sich von 2000 bis 2008 ein Null-„Wachstum“. Das zeigt vor allem auf,
inwieweit die deutschen Arbeitnehmer in der Vergangenheit Lohnzurückhaltung geübt
haben. Aber wer lohnt es ihnen? Die Belastung für Familien
und Alleinerziehende ist zu hoch. Vor allem Alleinerziehende mit Kindern werden
steuerlich ungerecht behandelt. Das Bildungswesen ist zunehmend notleidend. Und
gerade eine qualifizierte Bildung für alle ist so (über-)lebenswichtig! Haben
unsere Politiker wirklich die zunehmende Kinderarmut im Blick? Haben sie das
Schicksal der Arbeitslosen im Blick? Wir fordern von den
Politikern mehr Sensibilität und Engagement für die Sorgen und Nöte der
Familie, der Arbeitnehmer (vor allem denen in den unteren Lohngruppen), der
Jugendlichen und ihrer Ausbildung, der Arbeitslosen (vor allem der
Langzeit-Arbeitslosen)! Wir messen die Politiker nicht an ihren Reden und
Versprechungen sondern an ihrem Einsatz für soziale Gerechtigkeit! Ferdinand Puhe 02.09.09 |