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klicken Sie weiter auf: Mitglied Stand vom 14.12.2008 Bezirkssekretariat: |
Nachrichten aus der Offenbacher Kante
Gedanken eines KAB’lers Die Finanzkrise der Banken
hat inzwischen die meisten anderen Branchen in den Strudel mitgerissen. Die
Folgen sind unübersehbar und auf Sicht auch noch nicht absehbar. Zunächst und
als erste waren die Leih-Arbeitnehmer betroffen. Jetzt sind Unternehmen der
Autobranche – und mit ihnen viele Zulieferer – zur Kurzarbeit übergegangen.
Auch das Transportwesen ist bereits betroffen. Die gesamte Volkswirtschaft gerät
ins Wanken. Da sind Lösungen gefragt – und die kosten Milliarden, Gelder, die
auf die Zukunft geborgt werden und die von der nachfolgenden Generation noch
„abgearbeitet“ werden müssen. „Geiz ist geil“ tönte
vor Kurzem noch die Geschäftswelt, und nicht zuletzt die Banken. Immer
billigere Lockangebote, immer höhere Verzinsungen sollten die Verbraucher bzw.
die Anleger locken. Alles ist wie Seifenblasen geplatzt. Die Bäume wuchsen
leider nicht in den Himmel. Die bösen Folgen treffen vor allem Arbeitnehmer und
deren Familien. Waren schon bisher viele,
allzu viele Arbeitnehmer neben ihrem Arbeitslohn auf ergänzende Leistungen aus
Hartz IV angewiesen (Aufstocker), so kommen nun zigtausende Arbeitnehmer hinzu,
die auf Transferleistungen angewiesen sind. Wenigstens aber behalten sie ihren
Arbeitsplatz und dürfen auf bessere Zeiten hoffen. Als äußerst ungerecht
muss man allerdings empfinden, dass das Versagen der verantwortlichen
Wirtschaftsführer von den Steuerzahlern „bezahlt“ werden soll. Da bleibt
nur übrig, konsequent auf mehr staatliche Kontrolle zu pochen und die Welle der
Privatisierung von Staats-Eigentum (besser: Volkseigentum!) zu stoppen.
Weiterhin bleibt die Forderung vorrangig, wonach schnellstens für alle Branchen
Mindestlöhne festzulegen sind. Unser Mitgefühl gilt
allen, die bisher ohne eigenes Verschulden in finanzielle Schwierigkeiten
gekommen sind. Unsere Verachtung gilt den Verantwortlichen, die – in
Wirklichkeit verantwortungslos! – ihre Mitmenschen in den Strudel ihrer
Fehlentscheidungen mitgerissen haben. Für das neue Jahr wünschen
wir uns mehr Gerechtigkeit für Arbeitnehmer und mehr (Mit-)Verantwortung bei
den Leitenden! Ferdinand Puhe, 14.12.08
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