|
klicken Sie weiter auf:
Zeitung
Linkseite
Programm
Vereine
Sozialberatung
Kontakt
Mitglied
werden
Hauptseite
Stand vom 22.09.2008
Bezirkssekretariat:
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main
Tel.: 069 / 83 91 81
E_Mail: irmgard.a.braun@gmx.de
Alois.Kunz.M@t-online.de
| |
Presse und Öffentlichkeitsarbeit der KAB -
Main-Rodgau:
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung
Diözesanverband Mainz
Das Ende der Tabus – neue Wege zu mehr
Gerechtigkeit
11. Diözesantag der Katholischen Arbeitnehmer im
Bistum Mainz
|

Dr. Wolfgang Kessler, Chefredakteur von "Publik-Forum",
Foto: Alois Kunz
|
Ganz im Zeichen der aktuellen sozialpolitischen
Auseinandersetzungen stand der diesjährige, alle vier Jahre stattfindende Diözesantag
der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung im Bistum Mainz (KAB). Delegierte aus den
Bezirken und Ortsvereinen und Gäste trafen sich am 20. September im Erbacher Hof, dem
Bildungshaus der Diözese in Mainz. Im Mittelpunkt des Vormittags stand der
Festvortrag von Dr. Wolfgang Kessler, Chefredakteur der Zeitschrift Publik-Forum,
unter dem Thema „Das Ende der Tabus – Neue Wege zu mehr Gerechtigkeit“.
Diözesanpräses Pfarrer Dr. Friedrich Röper begrüßte
unter den zahlreichen Gästen besonders Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann,
Oberbürgermeister Jens Beutel, Dr. Hildegard Dziuk, die Vorsitzende des
Katholikenrates der Diözese Mainz, Ulla Brede-Hoffmann MdL (SPD), Georg
Hupfauer, KAB-Bundesvorsitzender, Pfarrer Albert Seelbach, KAB-Diözesanpräses
Limburg, Pfarrer Harald C. Röper, Diözesanpräses des Kolpingwerks sowie
Vertreter des Mainzer Stadtrats. |
Prälat Giebelmann richtete einen Gruß und
gute Wünsche des Bischofs Karl Kardinal Lehmann aus und betonte die
Notwendigkeit der verbandlichen Aktivitäten der KAB in der Nachfolge des
Mainzer Sozialbischofs Wilhelm E. v. Ketteler.
Wolfgang Kessler stellte zunächst die aktuelle, vor allem
von Ungerechtigkeiten geprägte Lage im Sozialwesen, im Arbeitsmarkt und in den
Einkommen dar. Vor allem der Faktor Arbeit unterliege einem dramatischen
Werteverfall, sichtbar an der steigenden Anzahl von Minijobs, befristeten
Arbeitsplätzen, Leiharbeit, sozialversicherungsfreie Arbeitsplätze,
Frauen(-unter)entlohnung, Mobbing. Er beklagte die Dominanz der Finanzmärkte,
die Geldverschwendung in Steueroasen, die Arbeitsplatzverluste durch
Renditesteigerung, drohende Altersarmut und letztlich das Versagen der Politik.
Unsere Gesellschaft unterliege einer immer stärkeren Aufspaltung. Dringend
erforderlich sei es, Wege aus der Ratlosigkeit zu finden. Es gebe Alternativen,
wobei man allerdings soziale und ökologische Fragen nicht gegeneinander
ausspielen dürfe.
Als erforderliche neue Wege benannte Kessler fünf
Ansatzpunkte: eine gerechte Steuerpolitik mit Zukunftsinvestitionen, eine
soziale Grundsicherung für alle (Sockelrente), ein höheres Lohnniveau und mehr
Mitarbeiterbeteiligung, Neue Ziele und neuer Umgang mit dem Geld (und nicht
Gewinne privatisieren, Verluste Sozialisieren!), die Vereinbarkeit von Ökologie
und den sozialen Herausforderungen. Als Vision einer zukunftsfähigen
Gesellschaft sieht Kessler die Förderung von Bildung, mehr Geld für den
Mittelstand, höhere Löhne (gleich mehr Kaufkraft), gesetzliche Mindestlöhne,
Beteiligung am Unternehmen,
|

Wolfgang Siebner
neuer Diözesanvorsitzender
Foto: Heribert Kron
|
Altersabsicherung und Anreize für ökologisches
Wirtschaften. Das alles könne nur gelingen, wenn die Bürger ihre Rolle in der
Wirtschaftspolitik auch wahrnehmen. „Die Menschen müssen sich bewegen, neue
Gruppen müssen aktiv werden!“
Der Samstagnachmittag stand im Zeichen der
Regularien, zum
Tagesthema wurde eine Resolution verabschiedet, ein neuer Diözesanvorstand
wurde gewählt. Zum neuen Diözesanvorsitzenden bestimmten die Delegierten
Wolfgang Siebner, Mainz. Die Forderungen von Wolfgang Kessler wurden in einer
Resolution zusammengefasst, die mit großer Mehrheit verabschiedet wurde und die
für die kommenden Jahre als Arbeitsgrundlage der KAB Mainz dienen soll.
|
Verantwortl. i. S. P.: Ferdinand Puhe
22.09.08
|