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Stand vom 30.01.2009

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Tel.: 069 / 83 91 81
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Presse und Öffentlichkeitsarbeit der KAB - Main - Rodgau


Ferdinand Puhe

Immer mehr Kurzarbeit

Arbeitslosenquote noch unter Vorjahrsniveau

Beobachtungen eines KAB’lers

Der durch die Finanzkrise ausgelöste Konjunkturabschwung hat nun den Arbeitsmarkt voll im (Würge-)Griff. Gegenüber dem Dezember 2008 stieg die Arbeitslosenzahl im Januar um 400.000 auf jetzt 3, 49 Millionen. Die Quote liegt damit bei 8,3 Prozent (Januar 2008 8,7 %). Viele Arbeitnehmer wurden allerdings von den Unternehmen in Kurzarbeit geschickt, was natürlich auch Einkommenseinbussen mit sich bringt. Wenngleich die Aussichten zur Zeit recht düster sind, so haben doch die Kurzarbeiter die Aussicht behalten, über kurz oder lang wieder voll arbeiten zu können. Es war eine gute Reaktion der Bundesregierung, die Zahlung des von der Bundesagentur für Arbeit zu leistenden Kurzarbeitergeldes auf 18 Monate auszuweiten. Verantwortliche Manager machen mit und erhalten sich so auch den Stamm ihrer Fachleute.

Da ein Konjunkturabschwung sich in der Regel mit halbjährlicher Verspätung auf dem Arbeitsmarkt auswirkt, ist mit einem Ende der Talfahrt zunächst nicht zu rechnen. Noch mehr Arbeitswillige werden nach Hause geschickt werden. Da bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass noch mehr Manager ihre Verantwortung für ihre Mitarbeiter und für die Zukunftssicherung ihrer Unternehmen wahrnehmen und zunächst das Instrument „Kurzarbeit“ wählen. Wenig Verständnis aber kann man den Unternehmen entgegenbringen, die in dieser gesamtwirtschaftlichen Lage die Dreistigkeit besitzen, bei guter Auftraglage und guten Erträgen noch Personal abzubauen, und das in ganz großem Ausmaß, wie z. B. EDS in Rüsselsheim, eine Tochter des IT-Konzerns HP. Hier sollen 1.150 Stellen gestrichen werden – nur aus Gründen der Profitmaximierung. Das ist geradezu verantwortungslos, ja schäbig! Unsere ganze Sympathie gilt den Kollegen in Rüsselsheim, die sich mit Recht mit allen Mitteln gegen die angekündigten Maßnahmen wehren wollen.

Da ein Teil der derzeitigen Kurzarbeit auch saison- bzw. witterungsbedingt ist, vor allem beim Bau, im Gartenbau und in der Landwirtschaft, werden mit Beginn des Frühlings diese Zahlen (hoffentlich) zurückgehen.

Ferdinand Puhe

30.01.09