|
|
|
klicken Sie weiter auf: Mitglied Stand vom 30.01.2009 Bezirkssekretariat: |
Presse und Öffentlichkeitsarbeit der KAB - Main - Rodgau
Der durch die Finanzkrise
ausgelöste Konjunkturabschwung hat nun den Arbeitsmarkt voll im (Würge-)Griff.
Gegenüber dem Dezember 2008 stieg die Arbeitslosenzahl im Januar um 400.000 auf
jetzt 3, 49 Millionen. Die Quote liegt damit bei 8,3 Prozent (Januar 2008 8,7
%). Viele Arbeitnehmer wurden allerdings von den Unternehmen in Kurzarbeit
geschickt, was natürlich auch Einkommenseinbussen mit sich bringt. Wenngleich
die Aussichten zur Zeit recht düster sind, so haben doch die Kurzarbeiter die
Aussicht behalten, über kurz oder lang wieder voll arbeiten zu können. Es war
eine gute Reaktion der Bundesregierung, die Zahlung des von der Bundesagentur für
Arbeit zu leistenden Kurzarbeitergeldes auf 18 Monate auszuweiten.
Verantwortliche Manager machen mit und erhalten sich so auch den Stamm ihrer
Fachleute. Da ein Konjunkturabschwung
sich in der Regel mit halbjährlicher Verspätung auf dem Arbeitsmarkt auswirkt,
ist mit einem Ende der Talfahrt zunächst nicht zu rechnen. Noch mehr
Arbeitswillige werden nach Hause geschickt werden. Da bleibt nur zu hoffen und
zu wünschen, dass noch mehr Manager ihre Verantwortung für ihre Mitarbeiter
und für die Zukunftssicherung ihrer Unternehmen wahrnehmen und zunächst das
Instrument „Kurzarbeit“ wählen. Wenig Verständnis aber kann man den
Unternehmen entgegenbringen, die in dieser gesamtwirtschaftlichen Lage die
Dreistigkeit besitzen, bei guter Auftraglage und guten Erträgen noch Personal
abzubauen, und das in ganz großem Ausmaß, wie z. B. EDS in Rüsselsheim, eine
Tochter des IT-Konzerns HP. Hier sollen 1.150 Stellen gestrichen werden – nur
aus Gründen der Profitmaximierung. Das ist geradezu verantwortungslos, ja schäbig!
Unsere ganze Sympathie gilt den Kollegen in Rüsselsheim, die sich mit Recht mit
allen Mitteln gegen die angekündigten Maßnahmen wehren wollen. Da ein Teil der derzeitigen
Kurzarbeit auch saison- bzw. witterungsbedingt ist, vor allem beim Bau, im
Gartenbau und in der Landwirtschaft, werden mit Beginn des Frühlings diese
Zahlen (hoffentlich) zurückgehen. Ferdinand Puhe |