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Ferdinand Puhe
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Niedriglöhne
= Ausbeutung
Jeder
muss von seiner Hände Arbeit leben können |
Gedanken eines KAB’lers
Über
die Berechtigung von gesetzlich oder tariflich festgeschriebenen Mindestlöhnen
in allen Branchen habe ich mich an dieser Stelle bereits mehrfach geäußert.
Immer noch treten die Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und
Gewerkschaften auf der Stelle. Zu groß sind die unterschiedlichen
Positionen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
Versetzen
wir uns mal in die Lage einer Frau oder eines Mannes in den besten Jahren,
die bzw. der ganztägig arbeitet, öfter auch mit Überstunden, doch einen
Lohn ausgezahlt bekommt, der den Lebensbedarf nicht abdeckt. Nun kann man
Leistungen nach Hartz IV beantragen bzw. Sozialhilfe. Nicht alle
Betroffenen tun das. Und wie ist es um die Würde dieser Mitbürger
bestellt, wie müssen sie sich vorkommen? Sicher kommen sie sich
ausgenutzt, abgezockt vor, sie fühlen ihre Menschenwürde nicht geachtet.
Sie dienen letztendlich der Gewinnmaximierung ihres Arbeitgebers.
Natürlich
wissen wir, wie schwierig die Durchsetzung von Mindestlöhnen vor dem
Hintergrund der Unantastbarkeit der Tarifautonomie ist. Aber die Politik
kann uns doch nicht glauben machen, dass es dafür keine Lösung gibt!
Auch das Argument der Arbeitgeberverbände, die Anhebung des Lohnniveaus würde
Arbeitsplätze kosten, kann nicht ziehen. Haben die Unternehmer übersehen,
dass durch Niedrigstlöhne, die mit Hartz IV aufgefüllt werden müssen,
die Allgemeinheit zur Erreichung ihrer Unternehmensziele herangezogen
wird? Das kann ja wohl nicht im Sinne einer freien, sozialen
Marktwirtschaft sein!
Wir
KABler fordern Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeber auf, endlich das
„heiße Eisen“ anzupacken und für alle Branchen verbindliche Mindestlöhne
zu vereinbaren – oder gesetzlich festzuschreiben!
Ferdinand
Puhe
20.08.08
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