Bezirksverband der KAB Main-Rodgau

Was ist KAB       Was macht KAB        Unser Gebet        Bewerbungstips

 

 

 

  klicken Sie weiter auf:

  Zeitung

  Linkseite

  Programm

  Vereine

  Sozialberatung

  Kontakt

  Mitglied 
   werden

  Hauptseite

Stand vom 20.08.2008

Bezirkssekretariat:
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main
Tel.: 069 / 83 91 81
E_Mail: irmgard.a.braun@gmx.de

Alois.Kunz.M@t-online.de

                                                            


Ferdinand Puhe

Niedriglöhne = Ausbeutung

Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können

Gedanken eines KAB’lers

Über die Berechtigung von gesetzlich oder tariflich festgeschriebenen Mindestlöhnen in allen Branchen habe ich mich an dieser Stelle bereits mehrfach geäußert. Immer noch treten die Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften auf der Stelle. Zu groß sind die unterschiedlichen Positionen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Versetzen wir uns mal in die Lage einer Frau oder eines Mannes in den besten Jahren, die bzw. der ganztägig arbeitet, öfter auch mit Überstunden, doch einen Lohn ausgezahlt bekommt, der den Lebensbedarf nicht abdeckt. Nun kann man Leistungen nach Hartz IV beantragen bzw. Sozialhilfe. Nicht alle Betroffenen tun das. Und wie ist es um die Würde dieser Mitbürger bestellt, wie müssen sie sich vorkommen? Sicher kommen sie sich ausgenutzt, abgezockt vor, sie fühlen ihre Menschenwürde nicht geachtet. Sie dienen letztendlich der Gewinnmaximierung ihres Arbeitgebers.

Natürlich wissen wir, wie schwierig die Durchsetzung von Mindestlöhnen vor dem Hintergrund der Unantastbarkeit der Tarifautonomie ist. Aber die Politik kann uns doch nicht glauben machen, dass es dafür keine Lösung gibt! Auch das Argument der Arbeitgeberverbände, die Anhebung des Lohnniveaus würde Arbeitsplätze kosten, kann nicht ziehen. Haben die Unternehmer übersehen, dass durch Niedrigstlöhne, die mit Hartz IV aufgefüllt werden müssen, die Allgemeinheit zur Erreichung ihrer Unternehmensziele herangezogen wird? Das kann ja wohl nicht im Sinne einer freien, sozialen Marktwirtschaft sein!

Wir KABler fordern Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeber auf, endlich das „heiße Eisen“ anzupacken und für alle Branchen verbindliche Mindestlöhne zu vereinbaren – oder gesetzlich festzuschreiben!

Ferdinand Puhe

20.08.08